Was kostet ein Immobilienmakler? Maklerprovision 2026 im Überblick
5. Juni 2026 · 6 Min. Lesezeit

Die Maklerprovision ist beim Immobilienverkauf der größte einzelne Kostenpunkt — und sorgt oft für Unsicherheit. Wie hoch ist sie wirklich, wer zahlt sie seit der Gesetzesänderung 2020, und lässt sich verhandeln? Dieser Ratgeber gibt Ihnen einen klaren, aktuellen Überblick.
Wie hoch ist die Maklerprovision 2026?
Eine gesetzlich festgelegte Höhe gibt es nicht — die Provision ist frei verhandelbar. Üblich sind beim Verkauf von Wohnimmobilien insgesamt 5,95 % bis 7,14 % des Kaufpreises inкl. Mehrwertsteuer, je nach Bundesland. Bei einem Kaufpreis von 400.000 € sind das rund 23.800 € bis 28.560 €.
Die Spanne variiert regional: In Bayern, Baden-Württemberg, Berlin oder Hamburg liegt der übliche Satz häufig bei 7,14 % (3,57 % je Partei), in anderen Regionen teils niedriger. Maßgeblich ist immer die individuelle Vereinbarung im Maklervertrag.
Wer zahlt den Makler — Käufer oder Verkäufer?
Seit dem 23. Dezember 2020 gilt beim Verkauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern an Verbraucher das Prinzip der Provisionsteilung (§ 656c/656d BGB): Beauftragt der Verkäufer den Makler, darf der Käufer höchstens die Hälfte der Provision tragen — und muss erst zahlen, wenn der Verkäufer seinen Anteil nachweislich beglichen hat.
In der Praxis teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision damit meist 50:50. Bei Gewerbeimmobilien und Mehrfamilienhäusern als Kapitalanlage gilt diese Teilungspflicht nicht.
Was ist in der Provision enthalten?
Ein guter Makler erbringt für seine Provision eine ganze Reihe von Leistungen:
- Marktgerechte Wertermittlung Ihrer Immobilie
- Professionelle Vermarktung (Exposé, Fotos, Inserate, ggf. Home Staging)
- Bonitätsprüfung und Auswahl seriöser Interessenten
- Organisation und Durchführung der Besichtigungen
- Verhandlungsführung bis zum besten erzielbaren Preis
- Begleitung bis zum Notartermin und zur Übergabe
Die Qualität dieser Leistungen entscheidet, ob sich die Provision lohnt — und genau hier setzt der ProfiScore an, der Makler nach nachweisbarer Leistung vergleicht.
Ist die Maklerprovision verhandelbar?
Ja. Da kein gesetzlicher Satz existiert, ist die Provision Verhandlungssache — besonders bei hochpreisigen oder schnell verkäuflichen Objekten. Entscheidend ist aber nicht der niedrigste Satz, sondern das Verhältnis von Leistung zu Kosten: Ein Makler, der 1 % mehr verlangt, aber 5 % höheren Verkaufspreis erzielt, ist günstiger als der vermeintlich „billige".
Lohnt sich ein Makler trotz der Kosten?
Für die meisten Eigentümer: ja. Ein erfahrener Makler erzielt durch professionelle Vermarktung und Verhandlung oft einen höheren Verkaufspreis, spart Zeit und Nerven und reduziert Rechtsrisiken. Wichtig ist die Auswahl des richtigen Maklers — nach Leistung, nicht nach Werbeversprechen.
Auf MaklerSieger vergleichen Sie Makler in Ihrer Stadt neutral nach dem ProfiScore. Machen Sie den kostenlosen Bedarfs-Check und finden Sie den Makler, der zu Ihrem Verkauf passt.
Häufige Fragen
Wie viel Maklerprovision ist üblich?
Beim Verkauf von Wohnimmobilien sind insgesamt 5,95 % bis 7,14 % des Kaufpreises inkl. MwSt. üblich, abhängig vom Bundesland. Eine gesetzliche Höhe gibt es nicht — die Provision ist frei verhandelbar.
Wer zahlt seit 2020 die Maklerprovision?
Seit dem 23.12.2020 teilen sich Käufer und Verkäufer beim Verkauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern an Verbraucher die Provision in der Regel 50:50. Der Käufer trägt höchstens die Hälfte.
Kann ich die Maklerprovision verhandeln?
Ja, die Provision ist verhandelbar, da kein gesetzlicher Satz existiert. Achten Sie aber auf das Verhältnis von Leistung zu Kosten statt nur auf den niedrigsten Satz.
Wann wird die Provision fällig?
Die Provision wird mit dem wirksamen Abschluss des notariellen Kaufvertrags fällig — also erst, wenn der Verkauf tatsächlich zustande gekommen ist.
Finden Sie den richtigen Makler — neutral verglichen
Kostenlos & datenbasiert nach dem ProfiScore.
Bedarfs-Check starten →